Der Herbst ist zurück und die meisten von uns haben sich nach dem Sommerurlaub wieder vorgenommen, regelmäßig zu trainieren, um auch im Winter in Form zu bleiben. Während früher das Fitnessstudio die einzige Möglichkeit war, um sich fit zu halten, machen heutzutage viele auch gerne zu Hause Sport: das Internet bietet jede Menge Trainingsvideos und Sport-Apps mit Übungsanleitungen, die einen echten Trainer ersetzen sollen. Außerdem sind zahlreiche Sportgeräte und -accessoires für zu Hause zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

Was ist also besser: Sport im Fitnessstudio oder Home-Training? Sicherlich sind hierbei vor allem zeitliche, wirtschaftliche und individuelle Faktoren entscheidend.

Sehen wir uns die Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten an:

1. Bist Du Anfänger oder Profi?

Wenn es stimmt, dass Videos, DVDs und Sport-Apps einen Trainer im Fitnessstudio ersetzen können, ist es aber auch Tatsache, dass Du bei Bedarf niemanden hast, dem Du gezielte Fragen in Echtzeit stellen kannst. Vor allem Anfänger riskieren dabei, einige Übungen falsch durchzuführen, was wiederum dem Körper schaden könnte. Wenn Du also keine Sportskanone und bei den meisten Übungen noch unsicher bist, lohnt es sich wahrscheinlich, Dich im Fitnessstudio anzumelden und ein auf Deine Bedürfnisse und Ziele zugeschnittenes Trainingsprogramm sowie eine Beratung durch einen erfahrenen Trainer zu erhalten – zumindest solange bis Du die Übungen beherrschst und sie dann auch korrekt zu Hause nachmachen kannst. Profis können hingegen ohne weiteres ihr Trainingsprogramm zu Hause durchführen.

2. Bist Du ein zielstrebiger Mensch?

Übliches Problem: Du meldest dich im Fitnessstudio an, zahlst deinen Mitgliedsbeitrag im Voraus und gehst dann nur unregelmäßig oder gar nicht hin. Jeder kennt sich selbst am besten: Wenn Du also schon weißt, dass Du solche Projekte normalerweise nicht durchziehst, solltest Du lieber ans Home-Training denken. Bist Du hingegen eher ein disziplinierter Typ, dann probier es doch erstmal mit einem Probemonat im Fitnesszentrum! Überzeuge Dich selbst davon, dass das wöchentliche Trainieren ebenso wichtig ist wie ein Essen mit Freunden oder ein Arbeitstermin: Solche Verabredungen lässt Du doch auch nicht sausen, oder? Deine Zielstrebigkeit kannst Du auch stärken, indem Du Dich zum Beispiel nach dem Training mit einer Pizza belohnst oder den Sport mit einem anschließenden Drink unter Freunden verbindest. Oder noch besser: Nimm Deine Freunde mit ins Fitnessstudio! Dann hast Du gleich mehr Motivation.

3. Hast Du zu Hause genügend Platz?

Lebst Du in einer großen Wohnung, vielleicht sogar mit Garten und Fitnessraum? Dann wäre eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio eher überflüssig, da Du in Deiner Freizeit ja ganz bequem zu Hause trainieren kannst. Wohnst Du hingegen etwas beengter, lohnt sich das Fitnessstudio, da Du da auf alle Fälle mehr Platz und eine größere Auswahl an Geräten für Deine Workouts hast. Jedoch hängt es auch ein bisschen davon ab, welche Übungen Du wirklich brauchst: Mittlerweile sind nämlich sowohl online als auch in einschlägigen Sportgeschäften leichte und kleine Sportaccessoires für die Wohnung zu günstigen Preisen erhältlich.

4. Bist Du zeitlich flexibel?

Bist Du Mitglied im Fitnessstudio, dann musst Du mindestens 1-2 Stunden Training plus Hin- und Rückfahrtzeit einplanen und das wahrscheinlich 2 Mal die Woche. Wenn Du diese Zeit hast, dann ist ein Ganzkörpergeräte-Training oder ein regelmäßiger Spinning- oder Bauch-Beine-Po-Kurs für Deinen Körper ziemlich vorteilhaft. Mittlerweile bieten die Studios für ihre berufstätigen Mitglieder auch Kurse in den frühen Morgenstunden, in der Mittagspause oder am späten Abend an. Wenn Du hingegen zeitlich nicht so flexibel bist, vielleicht vor und nach der Arbeit Haus, Kinder und Familie zu versorgen hast, dann ist es günstiger für Dich, zu Hause kürzere Trainingseinheiten einzuschieben.

5. Hast Du es lieber sozialer oder gemütlicher?

Magst Du das Fitnessstudio auch, weil Du da Leute kennenlernst und Deine Freunde triffst? Das ist eine wichtige Frage, die Du dir stellen solltest. Viele meiner Bekannten haben sich im Fitnessstudio einen Freundeskreis aufgebaut und könnten es sich überhaupt nicht mehr vorstellen, in den eigenen vier Wänden alleine Sport zu treiben. Allerdings gibt es auch Menschen, die lieber ungestört, in aller Ruhe und dem eigenen Rhythmus folgend ihr Trainingsprogramm absolvieren. Ihre Freunde treffen sie dann bei anderen Gelegenheiten. Frag Dich, zu welcher Kategorie Du gehörst. Eine günstige Alternative könnte darin bestehen, einige Aktivitäten – einen Zumba-Kurs beispielsweise – im Fitnessstudio und andere, wie Pilates, zu Hause auf der Matte zu betreiben.

6. Motivation ist alles

Besser Fitnessstudio oder Home-Training? Wenn die Motivation fehlt, ist es im Grunde egal. Sport macht sich nicht von selbst. Deine Willenskraft ist der Motor, der Deinen Körper antreibt. Um Motivation aufzubauen, sind konkrete, realistische Ziele in der Anfangsphase eine große Hilfe. Sobald Du die ersten Resultate siehst, wird es dann viel einfacher, den Willen zum Weitermachen zu finden.


Und jetzt… ab zum Sport, egal wohin! Viel Spaß beim Trainieren 🙂